"Farben und Formen"                                                             Maren Giljohann / Manfred Pröbster                               16.09.2023 - 08.10.2023

Maren Giljohann

Seit ihrer Kindheit fotografiert die Künstlerin viel und gern, inzwischen oft mit
dem Teleobjektiv, um Details aus der Architektur einzufangen. Diese Motive werden dann in die Technik des Linolschnitts umgesetzt. Gerne verwendet Maren Giljohann auch geometrische Formen.

 

Schrittweise wird die Linolplatte mit Schneidwerkzeug bearbeitet und in den unterschiedlichen Farben, von hell nach dunkel, oder auch mal umgekehrt, gedruckt. Jede Farbe ist ein eigener Druckvorgang. Alle Drucke werden in Handabrieb gefertigt, also ohne Presse. Außer Schwarz und Weiß werden alle Farben von Maren Giljohann während des Druckprozesses gemischt. Es sind intensive Farben und es geht der Künstlerin nicht um das genaue Abbild, sondern immer um eine Harmonie der Farben und Formen.

Manfred Pröbster
Er ist ständig auf der Suche nach Ideen für zukünftige Skulpturen, die er in Skizzenbüchern festhält. Manchmal legt schon die äußere Form eines Steins
nahe, welche Skulptur sich in seinem Inneren verbergen könnte – man muss sie
nur noch ans Tageslicht bringen.

Eine Skulptur kann auch geplant werden, gemäß der Abfolge: Idee – Skizze – Modell –
Skulptur. Reizvoll ist auch die Festlegung von Größe und Gesteinsart für ein neues Werk. Idealerweise ergänzen sich künstlerische Idee, Gesteinsart und Größe zu einem harmonischen Ganzen, das eine Botschaft an die Betrachtenden übermittelt.

Die Skulpturen der Ausstellung „Farben und Formen“ sollen auch, bezogen auf die Gesamtausstellung, harmonieren und gelegentlich auch kontrastieren. Neben ganz eindeutig aus der Natur entlehnten Motiven, teilweise realistisch, teilweise abstrahierend
dargestellt, entspringt beispielsweise die Serie „Einsichten“ der puren Phantasie. Hier ringen weiche Kurven und harte Kanten, das polierte Äußere mit dem ungeschliffenen Inneren um Aufmerksamkeit und bieten den Betrachtenden eine Spielwiese für eigene
Interpretationen.

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© Heinz Braun