Ausstellung    Maren Giljohann   /   Manfred Pröbster /        Ann Wittern

Ausstellung "Trialog"

Drucktechniken und Skulpturen

Maren Giljohann

 

Nach ihrem Thema der „Containeransichten“ führte der künstlerische Weg in einer Weiterentwicklung zum Thema „Gegensätze“. Hierfür diente als wesentliche Inspirationsquelle die Kunsthalle Mannheim, mit dem Abriss des Mitzlaff-Baus, dem Neubau (dem Hectorbau), als auch dem alten Jugendstilbau. Unzählige Male hat die Künstlerin die Baustelle fotografisch dokumentiert. Aus diesen Aufnahmen entwickelte sie ihre Ideen.

In dieser Ausstellung werden ausschließlich Drucktechniken gezeigt (Linoldrucke, Radierungen und Siebdrucke). Neben eine zeichnerisch konkret abgebildeten Realität treten häufig abstarkte Formen. Der statische Bildaufbau wird oft von kleinteiligen chaotischen Linienbündeln überlagert und durchbrochen. So entstehen sehr komplexe, dichte und in ihrer Textur formenreiche Kompositionen. Die tiefe räumliche Präsenz und große Leuchtkraft der von Maren Giljohann meist nur in HellDunkel gearbeiteten Werke ziehen den Blick des Betrachters unmittelbar an und ins Bild hinein.       

Manfred Pröbster

 

Manchmal inspiriert ihn die natürliche Form eines Steins zu einer Skulptur: Der Bildhauer ist quasi als „Geburtshelfer“ tätig, um den Stein zu unterstützen, sein Inneres preiszugeben. Diese als „taille directe“ bezeichnete Vorgehensweise überlässt dem Stein die Führung. Damit ist die Bildhauerei kein Kampf des Menschen gegen den Stein, sondern eher eine Symbiose, von der viele profitieren: Die Skulptur, die ans Licht gebracht wird, der Bildhauer und nicht zuletzt die Betrachter eines fertigen Werkes.

 

Das Wechselspiel zwischen geraden und gekrümmten Linien und Flächen, bearbeitetem und rohem Stein verleiht seinen Skulpturen eine besondere Spannung und Dynamik.

Manfred Pröbster erlernte die Bildhauerei bei deutschen und afrikanischen Künstlern und durch viel geduldiges Ausprobieren in der eigenen Werkstatt.

Ann Wittern

 

Ann Wittern hatte schon von Kindheit an eine Affinität zur Malerei. Nach verschiedenen Kursen, u.a. einem Jahreskurs Kunst in Neckargemünd und Heidelberg, entschied sie sich 2013 für das Studium der Bildenden Kunst an der Freien Kunstakademie in Mannheim. Kunstgeschichtlicher Hintergrund und viele Exkursionen u.a. in die Kunsthalle Mannheim trugen zur Schärfung der Wahrnehmung bei. Einen besonderen Stellenwert nahmen die Druckseminare in den BBK Werkstätten in der Alten Feuerwache in Mannheim ein.

 

Die Kaltnadelradierung und der Siebdruck wurden gleich zu favorisieren Techniken und boten ausreichend Raum für Experimente, zumal in den Werkstätten eine elektrische Druckpresse zur Verfügung steht. Graupappe als Druckstock war die neueste Erfahrung, die dort umgesetzt wurde und wieder viele neue Möglichkeiten eröffnete.

Hier können Sie den Flyer zu der Ausstellung einsehen und herunterladen
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© Jürgen Berger