Einladung   zu   unserer   aktuellen   Ausstellung

Wie sind unsere Eltern und wie wurde in den 50ziger Jahren verreist
Ganz besondere Urlaubsgrüße

haben die fleißigen Helfer und Organisatoren des Heimatmuseums und der Alten Ziegelei für die zu Hause gebliebenen Wiesenbacher zusammengestellt. Diese Ausstellung ist noch bis einschließlich 04. September 2017 zu sehen.

Leider konnten unserer Mitbürger nicht so viele Utensilien beisteuern und so hat unsere Sammlung nur für einen Teil der Schaufenster in der „Alten Ziegelei“ gereicht.
Doch davon ließen sich Claus Hartmann, Rolf und Andreas Pomi mit dem bewährten Techniker Jürgen Kahlefeld nicht schrecken.

 

 

Alte Ansichtskarten wecken Reiseerinnerungen und bergen Erlebnisberichte aus vergangenen Jahren.

 

 

 

Die Firma NSU stellte bereits 1886 sehr viele Hochräder her. Nur wenige Jahre später startete die Serienfertigung von Sicherheits-Niederrädern, die bis Anfaang der 1960ziger Jahre zu kaufen waren.

Die handlichen Reiseführer wurden entwickelt, um sie unterwegs in einer Manteltasche mitführen zu können. Mit viel Liebe zum Detail wurden alte Reiseutensilien, Ansichtskarten und Reiseführer mit dem historischen Fahrrad der Marke NSU herbeigeschafft. Dann noch ein alter Liegestuhl instandgesetzt und so fand sich doch eins ums andere im Ausstellungsfenster. Für die alten Ansichtskarten, die ebenso einen kleinen Teil der Ausstellung bilden, kann man sich leicht vorstellen, dass der Sammler fast einen ganzen Abend in seinen Erinnerungen gekramt hat. Da wir nur ein Fenster mit diesen Reiseerinnerungen füllen konnten, wurde kurzer Hand die Ziegelei wieder etwas mehr in den Vordergrund gerückt.

Feierabendziegel gelten sowohl als Träger einer Volkskunst, oder auch als Kennzeichnung für Ziegel, die aus den Restmaterial des eingesumpften Tons hergestellt wurden und damit vielleicht nicht so haltbar waren. Schon früh entstand eine Vielzahl von Darstellungen und Motiven, wie: Inschriften, Sterne, Sonnen und ebenso Abdrucke von Hand und Fuß. Um eine Charge Ziegel im Wiesenbacher Ziegelofen zu brennen, musste der Ziegler mit seinen Helfern acht Tage lang arbeiten. Am ersten Tag wurden die „Formlinge“ – die getrockneten Ziegel – in den Ofen eingesetzt. Für das Aufwärmen und "Schmauchen" wurden weitere zwei Tage benötigt, ebenso für das Mittel- und Vollfeuer. Nochmals zwei Tage vergingen, bis der Ofen und das Brenngut wieder abgekühlt waren. Ein weiterer Tag wurde benötigt, um den Ofen wieder auszuräumen. Der Ziegelofen war nur maximal vier Monate im Jahr in Betrieb. Bei einem Brennzyklus von acht Tagen, ergab das 15 Brände pro Jahr. Somit ergab sich eine Jahresleistung von höchstens 85000 Mauerziegeln oder 129000 Biberschwanzziegeln. Die musealen Feierabendziegel der Wiesenbacher Ziegelei wurden dafür ein anderes Fenster dekoriert und so die Folien mit den Informationen rund um diese alte Handwerkskunst gut lesbar platziert.

Nachdem nun der Zugang zur Poststraße für alle etwas leichter wurde, sollten Sie sich diese hübsch geschmückten Fenster nicht entgehen lassen. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Betrachten dieser Ausstellung.

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© Jürgen Berger